xing oder linkedinÄpfel und Birnen sollte man nicht miteinander vergleichen. Genauso wenig können Xing und LinkedIn miteinander verglichen werden. Denn die Frage ist nicht, ob man entweder XING oder LinkedIn nutzen sollte, sondern was mit dem Profil erreicht werden soll.

Noch vor einigen Jahren war es legitim die zwei Netzwerke miteinander zu vergleichen und abzuwägen, auf welchem sich ein Profil auszahlt. Doch im Laufe der Zeit haben sich die beiden Plattformen und deren Features sehr unterschiedlich entwickelt. Die Ausrichtungen sind grundverschieden. Erst wenn man diese kennt, kann man sich entscheiden, ob XING oder LinkedIn für die eigenen Aktivitäten die bessere Plattform ist. Auch beide können für unterschiedliche Zwecke attraktiv sein.

Die Stärken von XING

XING, gegründet 2003 mit dem Namen „Open Business Circle“ in Deutschland, hat es nie geschafft, den DACH-Raum zu verlassen und sich international zu etablieren. Dennoch nutzen aktuell 19,5 Mio. Mitglieder das Netzwerk.

Durch den Zukauf von Amiando (Veranstaltungsplattform) im Jahr 2010 sowie wenig später von Kununu im Jahr 2013 (Arbeitgeberbewertungsportal), hat sich XING stark auf das Personalwesen und Veranstaltungsmanagement fokussiert. In diesen beiden Bereichen ist XING auch deshalb stark präsent.

XING und der Eventmarkt

Der Eventmarkt mit Fach-Veranstaltungen, Kongressen und Konferenzen boomt vor allem, weil ein klares Targeting der Wunschteilnehmer möglich ist. Mit einem kleinen Budget ist es auch ohne Know-how einfach, ein Event zu erstellen und die Veranstaltung genau an die Berufsgruppen zu kommunizieren, die man ansprechen möchte. Demografische und geografische Eingrenzungen ermöglichen zudem eine sehr gezielte Ansprache der Zielgruppe.

Xing und der Stellenmarkt

Auf XING sind viele Personalisten und Headhunter präsent, auch sie nutzen die gezielte Targeting-Option im Recruiting. Im Falle eines beruflichen Veränderungswunsches, ist ein aussagekräftiges Profil auf XING auf jeden Fall empfehlenswert und könnte sich für den Job-Suchenden auch ohne Premium-Abonnement auszahlen.

Xing und die Benutzeroberfläche

Was das Design und die Usability betrifft, hat XING in den vergangenen Jahren sehr an Attraktivität eingebüßt. Die verschachtelte Navigation, die zahlreichen E-Mail-Benachrichtigungen, die man extra ausschalten muss und der nicht nachvollziehbarer News-Feed, treiben viele User zur Kündigung Ihrer Mitgliedschaft.

LinkedIn – der amerikanische Gigant

LinkedIn ist mit 610 Mio. Mitglieder das größte berufliche Netzwerk weltweit. Im DACH-Raum ist LinkedIn mit etwa 14 Mio. Member jedoch kleiner als XING. Seit 2016 gehört die Plattform zu Microsoft.

Das amerikanische Netzwerk unterliegt amerikanischem Recht und es gibt immer wieder Kritik wegen des Umgangs mit den Daten der Mitglieder. Eine kleine Passage in den AGB lautet: „…wenn Sie das alles nicht möchten, dann erstellen Sie bitte kein Profil auf LinkedIn“.

LinkedIn die Kommunikationsplattform

LinkedIn hat es in den letzten Jahren geschafft, sich als Kommunikationsplattform für seine Mitglieder und auch für Unternehmen zu etablieren. Während auf Facebook, Instagram und Co ein amikaler Umgangston mit den Fans gepflegt wird, gilt auf LinkedIn „Business only“ und Professionalität als Netiquette.

Immer mehr Unternehmen nutzen die Möglichkeit, sich auf LinkedIn zu präsentieren und ihre Produkte und Services, Mitarbeiter, Meilensteine, etc.. zu kommunizieren.

LinkedIn und der smarte Stellenmarkt

Der Stellenmarkt gewinnt bei LinkedIn immer mehr an Bedeutung. Dieser ist innovativer als bei Xing. Mitglieder können sich mit nur einem Klick für offene Stellen mit Ihrem Profil bewerben und ersparen sich die Zusendung von Bewerbungsunterlagen. Dabei wird auch angezeigt, wie sehr sich die eigenen Skills mit den Anforderungen der Position matchen.

LinkedIn und Social Selling

Social Selling ist ein Begriff, der leider auf LinkedIn eine sehr negative Komponente haben kann. Es kommt häufig vor, dass nach einer bestätigten Kontaktanfrage unaufgefordert Angebote im eigenen Nachrichten-Fach landen. Manche Hardselling-Fans bemühen sich sogar 2-3-mal mit wiederholten Nachrichten um Aufmerksamkeit – ein lästiges Thema auf LinkedIn.

Mehr Info: https://www.linkedin.com, www.xing.com

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